„Filmmakers at School“: Eure Story - Euer Film - Eure Bühne

In Zusammenarbeit und unter dem Dach von Film at School lancieren Antonino Arcuri (Lehrperson, Gewinner des Kreativpreises des Filmwettbewerbs „Film at School“) und Stascha Bader  (Filmemacher, Autor des Cornelsen-Lehrmittels Action! Film und Video im Unterricht) den Wettbewerb „Filmmakers at School“ für Schülerinnen und Schüler. Das Medium Film und Video soll im Unterricht vermehrt zum Einsatz kommen, und das in allen Fächern. Für „Filmmakers at School“ entwickeln die Schüler:Innen einen eigenen Kurzfilm, von der ersten Idee bis zum fertigen Film. Sie arbeiten kritisch, ehrlich, witzig, poetisch, informativ oder experimentell und können damit zeigen, was sie beschäftigt und was sie erzählen oder mitteilen möchten.

Vorgaben

Zugelassen sind alle Genres aus allen Fächern: Lernvideo, Kurzspielfilm, Dokumentarfilm, Musikvideo, Reportage, Vorstellungsvideo und weitere Filmsorten.

Es sollen nicht nur Meisterwerke eingereicht werden. Das frische Auge und der eigene Ansatz werden von der Jury genau so berücksichtigt. „Filmmakers at School“ versteht sich als ein Work in Progress, soll Mut machen und zum Nachmachen animieren.

Die Filme können mit dem Smartphone, einer Kamera oder einem anderen Gerät produziert werden, das bewegte Bilder aufzeichnen kann.

Die eingereichten Filme müssen Originalwerke sein – das bedeutet: Eigene Idee, das Drehbuch oder Konzept wird eigenständig entwickelt, der Film wird selber gedreht, gestaltet und geschnitten. Schauspiel, Bildgestaltung, Ton und Umsetzung sind eigene Arbeit. Der Film muss auf mindestens 3 und maximal 7 Minuten geschnitten werden.

Nicht erlaubt ist: Fertige Videos oder Szenen zu übernehmen, Geschichten eins zu eins aus Filmen, Serien oder anderen Vorlagen zu kopieren, fremdes Bild-, Musik- oder Tonmaterial ohne Erlaubnis zu verwenden, KI-generierten Filme

Sprache und technische Vorgaben: Beiträge können in jeder Sprache eingereicht werden, die an Schulen der Sekundarstufen I und II unterrichtet wird. Wenn der Film nicht auf Deutsch oder Englisch ist, müssen Untertitel auf Deutsch oder Englisch vorhanden sein.

Technische Vorgaben:

  • Filmlänge: maximal 7 Minuten
  • Dateiformat: MP4
  • Bildformat: Querformat
  • Mindestauflösung: 720 × 480 Pixel, empfohlene Auflösung: 1920 × 1080 Pixel

 

Kategorien: Beim Filmemachen werdet ihr als Klasse oder Gruppe zu einem Filmteam. Teilnehmen können Gruppen ab drei Schülerinnen und Schülern der Sek (Gruppe A) und Sek II (Gruppe B) in der Schweiz, welche zum Zeitpunkt der Einreichung, also am 3. Oktober 2026, zwischen 11 und 21 Jahre alt sind.

Die Jury

Preise

Termine

21st Century Skills - Kompetenzen entwickeln und einsetzen

Die 21st Century Skills bezeichnen – im 4K‑Modell gebündelt – jene Kompetenzen, die Lernende benötigen, um sich in einer zunehmend komplexen, digitalen und vernetzten Welt zurechtzufinden. Ihre Förderung gewinnt im Bildungsbereich stetig an Bedeutung, da sie wesentlich zum Gelingen der digitalen Transformation beitragen. Das 4K‑Modell beschreibt zentrale Kompetenzen des 21. Jahrhunderts: Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration. Sie bilden die Grundlage für selbstständiges Lernen, Problemlösen und Zusammenarbeit. Das 6K‑Modell erweitert diesen Ansatz, etwa durch Michael Fullan, um Charakter und gesellschaftliche Verantwortung. Je nach Ansatz werden auch andere Schwerpunkte wie Komplexität oder persönliche Leistungsfähigkeit ergänzt. Film- und Videoprojekte an Schulen verknüpfen fachliches Lernen wirkungsvoll mit überfachlichen Kompetenzen die für Schule, Beruf und Gesellschaft im Kontext der digitalen Transformation immer wichtiger werden.

21st Century Skills: siehe Bildungsbericht Schweiz 2026 SBFI, Lifelong Learning Blog PH Zürich u.a.

  • Kreativität: Aus einer eigenen Idee entsteht ein Film mit persönlicher Handschrift.
  • Kritisches Denken: Themen, Botschaften, Bilder und Quellen werden bewusst ausgewählt und hinterfragt.
  • Kommunikation: Die Gruppe formuliert Ideen, klärt Rollen und trifft gemeinsame Entscheidungen.
  • Kollaboration: Ein Film gelingt nur, wenn alle Verantwortung übernehmen und ihre Stärken einbringen.
Für Schulen entsteht ein kompetenzorientiertes Lernformat, das in verschiedenen Fächern und Schulstufen eingesetzt werden kann und folgende Bereiche verbindet: Medienbildung, Sprachförderung, ästhetische Bildung, projektorientierter Unterricht und Berufsorientierung. Es bietet Raum für unterschiedliche Lernvoraussetzungen und stärkt die Selbstwirksamkeit der Lernenden.

Action! Film und Video im Unterricht

Das Handbuch für Lehrpersonen von Cornelsen Schweiz zeigt praxisnah und pragmatisch wie Filmprojekte mit Schulklassen umgesetzt werden können – von der Planung bis zur fertigen Produktion. Es bietet Unterrichtsvorschläge, konkrete Anleitungen, Planungshilfen und Unterrichtsmaterialien. Für Lehrpersonen aller Fächer konzipiert – unabhängig von ihrer Filmerfahrung.

Zusammen mit dem Arbeitsbuch für Schülerinnen und Schüler ist das Lehrmittel ab der 5. Klasse einsetzbar. Es eignet sich zudem für den Einsatz an weiterführenden Schulen.

Bewertungsschema für den Kurzfilmwettbewerb

Kriterium Was wird beurteilt? Leitfragen für Schülerinnen und Schüler Punkte
1. Narratives
Erzählung, Aufbau, Idee
Dramaturgie, Struktur, Montage, Thema, Aussage, roter Faden Worum geht es im Film? Ist die Idee klar oder spannend umgesetzt? Hat der Film einen nachvollziehbaren Aufbau? Passt die Erzählweise zur gewählten Filmform, zum Beispiel Spielfilm, Dokumentarfilm, Stop Motion oder Experimentalfilm? 35
2. Visuelles
Bildgestaltung, Raum, Bewegung
Mise en scène, Setting, Licht, Farben, Schauspiel, Figuren, Objekte, Kostüme, Make-up, Kamera, Animation Sind Bilder, Orte, Figuren, Objekte oder Materialien bewusst gewählt? Unterstützen Licht, Farben und Bildausschnitte die Wirkung des Films? Werden Einstellungsgrössen, Kameraperspektiven oder Bewegungen gezielt eingesetzt? Bei Stop Motion oder Animation: Sind Gestaltung, Bewegung und Timing kreativ umgesetzt? 35
3. Auditives
Ton, Sprache, Musik
Sprache, Dialog, Kommentar, Interview, Musik, Geräusche, Atmosphäre, Stille Ist der Ton verständlich und passend eingesetzt? Unterstützen Musik, Geräusche oder Stille die Stimmung? Wird Sprache sinnvoll verwendet, zum Beispiel als Dialog, Kommentar oder Interview? Entsteht durch Ton eine besondere Wirkung oder ein spannender Gegensatz zum Bild? 30